Fassaden-Photovoltaik und vertikale Solarsysteme in Zürich
Vertikale Photovoltaik-Elemente an Gebäudefassaden für maximale Stromproduktion in den ertragsschwachen Wintermonaten.
Was kostet Fassaden Photovoltaik?
Transparente Richtwerte für den Kanton Zürich inklusive Pronovo-Förderung (KLEIV).
Fassadenanlagen erfordern robustere Unterkonstruktionen und aufwendigere Gerüststellungen als Dächer. Der höhere Preis amortisiert sich durch den wertvollen Winterstrom zur Eigenbedarfsdeckung der Wärmepumpe.
Fassaden-Photovoltaik nutzt die vertikale Gebäudehülle zur Energiegewinnung. Bei tiefstehender Wintersonne (November bis Februar) treffen die Sonnenstrahlen nahezu im 90-Grad-Winkel auf die Fassadenmodule, wodurch sie deutlich mehr Winterstrom liefern als flache Dächer.
Die Montage erfolgt als vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) oder als Kaltfassadenelement mit verdeckten Hinterschnittankern. Dies kombiniert baulichen Witterungsschutz mit aktiver Energiegewinnung.
Im Kanton Zürich müssen Fassadenanlagen strenge Brandschutzanforderungen der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) sowie baupolizeiliche Blendgutachten erfüllen.
Vorteile der Ausführung durch Fachpartner
- Bis zu 50% höherer spezifischer Winterstromertrag im Vergleich zu Flachdachanlagen
- Keine Schneebedeckung im Winter – sofortige Stromproduktion nach Schneefall
- Aufwertung der Gebäudehülle mit modernen farbigen oder matten Glasdesigns
- Perfekte Ergänzung zur Wärmepumpe im Winterbetrieb
Regionale Praxis im Kanton Zürich
Im Kanton Zürich unterstützt die Baudirektion den Ausbau von Winterstrom-Kapazitäten. Bei Gewerbebauten und Mehrfamilienhäusern in Zürich-West, Oerlikon oder Winterthur setzen Planer zunehmend auf Fassaden-PV.
Häufig gestellte Fragen
Braucht eine Fassaden-Photovoltaikanlage im Kanton Zürich eine Baubewilligung?
Ja. Im Gegensatz zu den meisten Aufdach-Anlagen ist für Fassaden-Photovoltaikanlagen im Kanton Zürich in der Regel ein ordentliches oder vereinfachtes Baubewilligungsverfahren erforderlich, da das Fassadenbild verändert wird.
Gibt es Probleme mit Reflexionen und Blendung der Nachbarschaft?
Fachbetriebe verwenden für Fassaden ausschliesslich reflexionsarme, satinierte oder geätzte Solargläser. Bei Bedarf wird im Vorfeld ein Blendgutachten nach Schweizer Normen erstellt.
Welche Brandschutzvorschriften gelten für Fassaden-PV in der Schweiz?
Nach den VKF-Brandschutzrichtlinien müssen Fassadenmodule je nach Gebäudehöhe (bis 11 m, 11–30 m oder Hochhäuser) brandsichere Unterkonstruktionen und Brandriegel aufweisen, um eine vertikale Brandweiterleitung zu verhindern.
Lohnt sich Fassaden-PV auch bei diffusem Licht?
Ja. Moderne monokristalline Glas-Glas-Module mit Halbzellentechnologie haben ein hervorragendes Schwachlichtverhalten und erzeugen auch bei Zürcher Hochnebel noch messbare Stromerträge.